Inga Mai Groote ist seit 2018 Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Zürich und lehrte zuvor in Fribourg und Heidelberg. Sie forscht zu sozial- und kulturgeschichtlichen Kontexten von Musik, mit Schwerpunkten in der frühen Neuzeit und der Moderne. Dabei hat sie sich u. a. mit musikalischer Institutionengeschichte, Kulturtransfers, der Rezeption russischer Musik, dem Konzertleben und Verlagswesen sowie wissensgeschichtlichen Fragen beschäftigt.
Zwischen Penthesilea, Amphion und Bruder Klaus
Zwischen Penthesilea, Amphion und Bruder Klaus
Kulturpolitisches Seilziehen um «Schweizer» Opern
Referat von Prof. Dr. Inga Mai Groote
Die als «Grosstat» gefeierte Welturaufführung von Alban Bergs «Lulu» bei den Zürcher Juni-Festspielen 1937 wurde gerade im Vergleich mit der gleichzeitig aufgeführten «Massimilla Doni» Schoecks von Diskussionen über die moderne Musik begleitet (vgl. N. Graf). Dieser Beitrag verfolgt, wie sich in den 20er-und 30er-Jahren Debatten um ein Schweizer Opernschaffen insbesondere um die Zürcher Festspiele bzw. Festwochen (1922 mit Schoecks «Venus» eröffnet) und ähnliche Veranstaltungen entwickeln. Sie boten eine Plattform für die Auseinandersetzung mit aktuellen Werken aus allen europäischen Ländern, besonders Schoeck und Arthur Honegger erscheinen als Repräsentanten der zeitgenössischen Schweiz.
In Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich

Mitwirkende
Ort
Gütschweg 8
6440 Brunnen